Neben unseren lokalen Projekten konnten wir mit insgesamt 24.000 auch die weltweiten Hilfsprojekte von Zonta International (ZI) unterstützen. ZI engagiert sich im Rahmen seiner Internationalen Service Projekte (ISP) vorrangig für medizinische Hilfsprojekte und unterstützt im Rahmen seiner ZISWAV-Projekte insbesondere Projekte von UN Women zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen. Denn Gewalt gegen Frauen schadet allen Menschen! In jeder Gesellschaft! Weltweit!

Internationale Projekte  2016-18

Im aktuellen Biennium setzt sich Zonta International für zwei Projekte ein:

Madagaskar

Madagaskar ZI 2016 2018

In Madagaskar leben gegenwärtig rund 90 Prozent der Bevölkerung von weniger als US$2 pro Tag und besonders die Kinder sind dabei die Leidtragenden. Außer der verbreiteten Armut ist Madagaskar anfällig für Naturkatastrophen, die ein Wirtschaftswachstum der Landwirtschaft weiter verhindern und es noch schwieriger machen, die Armut zu besiegen und die Ausbildung der Kinder zu fördern. Im Jahr 2013 beendeten die fairen und demokratischen Wahlen eine vier Jahre dauernde politische Krise und ebneten den Weg für eine neue Entwicklungsagenda. Let us Learn Madagascar ist das einzige Programm des Landes, das die Gleichberechtigung bei der Ausbildung berücksichtigt. Mit diesem ZI-Projekt werden rund 1000 Familien und ebensoviele Lehrer darin unterstützt, Mädchen einen besseren Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Mehr Fakten finden Sie in dieser PDF, in diesem Video und auch hier.

Liberia

ZI Fistula Liberia skal250

In Liberia unterstützt ZI in Kooperation mit United Nations Population Fund (UNFPA) das Projekt. Elimination of Obstetric Fistula and the Reduction of Maternal and Newborn Mortality and Morbidity“. In vielen afrikanischen Ländern müssen schwangere Frauen aufgrund ihres noch kindlichen Körpers (Stichwort: Kinderbräute) und oft als Folge einer früheren Genitalverstümmelung einen extrem langwierigen Geburtsvorgang ertragen. Viele Mütter und Babys überleben ihn nicht. Wenn sie es überleben, dann oft um den Preis einer „obstetric fistula", schwerste innere Verletzungen, die eine vollständige Inkontinenz zur Folge haben können. Die betroffenen Frauen werden geächtet und aus ihrer sozialen Gemeinschaft verstoßen. Seit 2008 unterstützt ZI dieses Projekt in Liberia mit über 2 Mio US$ und ermöglichte so über 1000 Betroffenen eine Operation, die ihnen ein menschenwürdiges Leben zurückgab. Über 260 der erfolgreich operierten Frauen konnten wieder in ihre Familien und Dorfgemeinschaften eingegliedert werden. Mehr Fakten finden Sie in diesem Video von UNFPA und dieser PDF.

ZISVAW  2016-18
ZI Strategies to end Violence Against Women

Im aktuellen Biennium engagiert sich ZI in zwei Projektenvon UN Women zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen:

Nepal

Nepal 2016 2018

In Nepal sind Menschenhandel und Arbeitsmigration zum Zweck der sexuellen und Arbeitsausbeutung gerade für Frauen und Kinder eine große Gefahr. Als Folge der Erdbeben vom April und Mai 2015 und anderer Naturkatatrophen sieht sich Nepal einem erhöhten Risiko dieses Menschenhandels ausgesetzt. Zi unterstützt das UN WOMEN-Projekt zur Bekämpfung des Menschenhandels in Nepal mit 1 Mio US$. Weitere Informationen finden sie in dieser PDF.

 

Niger

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In Niger unterstützt ZI in Kooperation mit UN WOMEN ein Projekt zur Verhinderung von Kinderehen. In keinem Land der Welt.ist die Kinderheirat so verbreitet wie in Niger, wo 36% der 15-jährigen und 75% der 18-jährigen Mädchen bereits verheiratet sind. Die Kinderheirat ist eine Form der sexuellen und geschlechtsspezifischen Gewalt mit körperlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen für die Betroffenen. Mehr Fakten finden Sie in dieser PDF und in diesem Video.

Frühere Internationale Service Projekte (Auswahl):

Seit 1998 hat ZI mehrere Internationale Service Projekte u.a. in Afghanistan, Bolivien, Burkina Faso, Nepal, Niger, Ruanda und Sri Lanka initiiert und mitfinanziert:

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- Safe Cities for Women: In den Jahren 2008-2014 hat ZI in Kooperation mit UN-WOMEN in mehreren lateinamerikanischen Städten Projekte zur Stärkung der Rechte der Frauen und ihrer Teilnahme am politischen und öffentlichen Leben gefördert. In Guatemala, Honduras und Sam Salvador haben Frauen vor Ort und in Kentnnis der Gefährdungspotentiale in ihren Städten mit örtlichen Behörden und Stadtplanern zusammenarbeiten, um praktische Lösungen und städtische Konzepte zur Minimierung des Gewaltrisikos für Frauen zu entwickeln...

 

- Afghan Institute of Learning: in Afghanistan hat ZI im Biennium 2006-08 nahe Kabul das Afghan Institute of Learning AIL aufgebaut und tausenden Frauen und Mädchen einen ersten Zugang zu Bildung und Gesundsheitsvorsorge ermöglicht.

- in Ruanda unterstützte ZI in Kooperation mit UNICEF von 2008 bis 2016 zwei Projekte:

1.) Working Toward an HIV-Free Generation: Dieses medizinische Hilfsprojekt wurde mit insgesamt fast 2 Mio US$ erfolgreich unterstützt. Mittlerweile können 62% der an Aids erkrankten Mütter während der Schwangerschaft erfolgreich behandelt werden und so wächst zur Zeit eine neue, nicht mit HlV-infizierte Generation von Kindern heran.

2.) Prevention and Response to Gender Based Violence in Ruanda: Über 6.000 Frauen, die teils lebensbedrohliche Gewalterfahrungen erlitten haben, fanden in den von ZI mit aufgebauten und finanzierten "One Stop Centre" Zuflucht. Hier erhalten sie eine medizinische Behandlung, psychologische Betreuung und polizeilichen Schutz. Mehr Fakten zu beiden Projekten finden Sie in diesem Video von UNICEF und dieser PDF.

Hier finden Sie die Internationalen Service Projekte von ZI von 2004-2016.

Frühere ZISVAW-Projekte (Auswahl)

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Seit 1999 wurden in über 20 Ländern und meist in Kooperation mit UN-Institutionen rund 40 ZISVAW Projekte realisiert. So wurden u.a. in Asien (Bangladesh, Butan, Indien,.Sri Lanka), in Afrika (Nigeria, Tschad und Sierra Leone), in Syrien und Ägypten (s. Foto li), auf Haiti und in Bosnien-Herzegowina Projekte unterstützt, mit denen der in diesen Ländern und Kulturen weit verbreiteten Gewalt gegen Frauen entgegen gewirkt wurde. Beispielhaft seien hier diese Projekte näher benannt:

- Samoa: In einer traurig langen Generationenfolge erleiden viele Frauen und Mädchen in Samoa im häuslichen Bereich physische und insbesondere sexuelle Gewalt. Da die in Samoa vorherrschenden gesellschaftlichen Normen Gewalt als unvermeidlichen Teil des Familienlebens ansehen, schweigen die Opfer. Das in Kooperation mit UN Women durchgeführte Projekt unterstützte Frauen in ländlichen Gebieten, solcher Gewalt vorzubeugen und sie zu bekämpfen.

- Kambodscha, Nepal und Uganda: in diesen Ländern (und leider auch anderswo) gibt es immer wieder grausamste Attentate auf Familienangehörige mittels Säure und Feuer..80% der Opfer sind Frauen. All diese Opfer leiden ihr weiteres Leben an körperlichen Schmerzen durch die Hautverätzungen und Narben, an seelischen Traumata und nicht zuletzt an Ausgrenzung. Das von ZI in Kopperation mit UN WOMEN (ehemals Unifem) durchgeführte Projekt unterstützt die Arbeit des.Acid Survivors Trust International (ASTI). Mehr Fakten finden Sie in diesem Video von UN WOMEN.

Hier finden Sie die bisherigen ZISVAW-Projekte von 1996-2016.

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